{"id":35980,"date":"2026-03-13T17:17:05","date_gmt":"2026-03-13T15:17:05","guid":{"rendered":"https:\/\/digiagrifood.ch\/?p=35980"},"modified":"2026-03-16T23:43:21","modified_gmt":"2026-03-16T21:43:21","slug":"automatisierung-im-schlachthof-oensingen-wie-tierwohl-effizienz-und-digitalisierung-zusammenspielen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/digiagrifood.ch\/it\/automatisierung-im-schlachthof-oensingen-wie-tierwohl-effizienz-und-digitalisierung-zusammenspielen\/","title":{"rendered":"Automatisierung im Schlachthof Oensingen &#8211; Wie Tierwohl, Effizienz und Digitalisierung zusammenspielen"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8221;2\/3&#8243;][vc_column_text uncode_shortcode_id=&#8221;140332&#8243; el_class=&#8221;like_comment_count&#8221;][\/vc_column_text][vc_custom_heading text_size=&#8221;h1&#8243; uncode_shortcode_id=&#8221;205631&#8243;]Mit dem Neubau des Rinderschlachthofs in Oensingen investiert die Bell Schweiz in eine hochintegrierte Produktionsinfrastruktur. Seit 2025 ist der Schlachthof schrittweise in Betrieb und setzt neue Massst\u00e4be bei Tierwohl, Hygiene und Effizienz. Erg\u00e4nzt wird der Standort durch weitere Anlagen wie Logistik-, Tiefk\u00fchl- und Slicer Center.[\/vc_custom_heading][\/vc_column][vc_column width=&#8221;1\/3&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8221;2\/3&#8243;][vc_column_text uncode_shortcode_id=&#8221;163507&#8243;]<strong>Begriff und Ausgangslage<\/strong><\/p>\n<p>Der Standort Oensingen wurde in den vergangenen Jahren umfassend erneuert und zu einem integrierten Produktions-, Logistik- und Verarbeitungszentrum ausgebaut. Herzst\u00fcck ist der neue Rinderschlachthof, der in der zweiten Jahresh\u00e4lfte 2025 schrittweise in Betrieb genommen wurde und den bestehenden Betrieb ersetzt.<\/p>\n<p>Er verbindet moderne, teilautomatisierte Schlachtprozesse mit digitaler Identifikation und energieeffizienten Geb\u00e4udekonzepten. Weiter, werden ab 2026 das Logistik- und das Slicer Center schrittweise hochgefahren und in den Gesamtbetrieb integriert. Bereits seit 2024 ist das neue Tiefk\u00fchl-Center am Netz.<\/p>\n<p>Ziel ist es, Produktionsabl\u00e4ufe zu erneuern, die Kapazit\u00e4t zu erh\u00f6hen und gleichzeitig Fortschritte bei Tierwohl, Hygiene, Ergonomie, Energieeffizienz und Produktivit\u00e4t entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette zu erzielen. Schon heute besch\u00e4ftigt der Standort Oensingen rund 650 Personen. Mit dem vollst\u00e4ndigen Hochfahren aller Werke soll diese Zahl langfristig auf etwa 1000 ansteigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Automatisierung entlang der Schlacht- und Verarbeitungskette<\/strong><\/p>\n<p>Die Schlachtprozesse sind auf einen gleichm\u00e4ssigen, standardisierten Ablauf ausgelegt. Nach der Bet\u00e4ubung werden die Tiere automatisiert an Transportketten aufgeh\u00e4ngt, entblutet und gewogen. Die Weiterverarbeitung erfolgt entlang einer rund 130 Meter langen Schlachtlinie, die auf kontinuierlichen Materialfluss, parallele Prozessschritte und ergonomisch optimierte Arbeitsabl\u00e4ufe ausgelegt ist.<\/p>\n<p>Der Einsatz von Robotik ist gezielt vorgesehen, insbesondere bei ergonomisch belastenden oder repetitiven T\u00e4tigkeiten. Dabei steht nicht die Vollautomatisierung, sondern die Entlastung der Mitarbeitenden und die Erh\u00f6hung der Prozesssicherheit im Vordergrund.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Tierwohl, Prozessdesign und digitale R\u00fcckverfolgbarkeit<\/strong><\/p>\n<p>Das Prozessdesign orientiert sich an verhaltensbiologischen Erkenntnissen. Keilf\u00f6rmige G\u00e4nge, leichte Kurven und Steigungen, angepasste Beleuchtung, ein rutschfester Boden sowie eine reduzierte Ger\u00e4uschkulisse tragen dazu bei, dass sich die Tiere ruhig und gleichm\u00e4ssig durch den Schlachthof bewegen. Stressarme Abl\u00e4ufe dienen dem Tierwohl und wirken sich direkt auf die Stabilit\u00e4t der Prozesse und die Effizienz aus.<\/p>\n<p>Am Ende der Schlachtlinie werden die Rinderh\u00e4lften mittels RFID eindeutig identifiziert. Die digitale Kennzeichnung erm\u00f6glicht eine l\u00fcckenlose R\u00fcckverfolgbarkeit sowie eine pr\u00e4zise Steuerung der weiteren Verarbeitungsschritte. Die Lagerung erfolgt \u00fcber mehrere Temperaturzonen und ist auf eine schonende Abk\u00fchlung ausgelegt.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][vc_single_image media=&#8221;35963&#8243; media_width_percent=&#8221;100&#8243; alignment=&#8221;center&#8221; uncode_shortcode_id=&#8221;377641&#8243;][vc_column_text uncode_shortcode_id=&#8221;143705&#8243;]<strong>Integrierte Infrastruktur und automatisierter Gesamtstandort<\/strong><\/p>\n<p>Die im Schlachthof umgesetzten prozessualen und digitalen Elemente sind Teil eines umfassenderen Standortkonzepts, das Automatisierung nicht isoliert, sondern systemisch versteht.<\/p>\n<p>Der Standort entspricht dem Minergie-Standard und ist in einen W\u00e4rmeverbund eingebunden. Abw\u00e4rme wird genutzt, Abw\u00e4sser zentral aufbereitet und Regen- sowie K\u00fchlwasser f\u00fcr Reinigungsprozesse eingesetzt. Die Automatisierung ist damit nicht nur prozessual, sondern auch baulich und energetisch integriert.<\/p>\n<p>Der Schlachthof ist funktional mit weiteren Betrieben am Standort verbunden, darunter Tiefk\u00fchl-Center, Slicer Center und Logistik-Center. Diese enge Verzahnung von Logistik und Kommissionierung erm\u00f6glicht kurze Bestell- und Lieferzyklen bis auf Filialebene. was der Vermeidung von Lebensmittelverlusten (Food Waste) dient. Die Automatisierung wirkt somit entlang der gesamten Wertsch\u00f6pfungskette vom Schlachten bis zur Distribution.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Implikationen f\u00fcr Digitalisierung und Praxis<\/strong><\/p>\n<p>Das Beispiel Oensingen zeigt, dass Automatisierung im Agrar- und Ern\u00e4hrungssektor besonders dann wirksam ist, wenn sie als unterst\u00fctzendes System verstanden wird. Tierwohl, Mitarbeitendenschutz, Prozessstabilit\u00e4t und Effizienz werden gemeinsam adressiert und nicht gegeneinander ausgespielt.[\/vc_column_text][vc_column_text uncode_shortcode_id=&#8221;189603&#8243;]<\/p>\n<p data-local-id=\"462154e4f2a8\" data-prosemirror-content-type=\"node\" data-prosemirror-node-name=\"paragraph\" data-prosemirror-node-block=\"true\" data-pm-slice=\"1 1 []\">Weitere Einblicke zur Automatisierung, Prozessgestaltung und\u00a0 Tierwohlintegration bieten der Gesch\u00e4ftsbericht der Bell Schweiz sowie Fachbeitr\u00e4ge aus Forschung und Praxis zur digitalen Lebensmittelverarbeitung.<\/p>\n<p>[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8221;1\/3&#8243;][vc_icon position=&#8221;left&#8221; icon_image=&#8221;35344&#8243; uncode_shortcode_id=&#8221;566848&#8243;]<strong>\u00dcber den Absender<\/strong><\/p>\n<p>Der folgende Beitrag wurde auf Basis \u00f6ffentlich zug\u00e4nglicher Informationen der Bell Schweiz erstellt und redaktionell eingeordnet. Die Bell Schweiz mit Sitz in Basel ist eine der f\u00fchrenden Fleisch- und Convenience-Verarbeiterinnen Europas. Sie produziert Fleisch, Gefl\u00fcgel, Charcuterie und Frischeprodukte f\u00fcr Retail und Food Service und geh\u00f6rt mit 66,67 % der Aktien mehrheitlich zur Coop-Gruppe.[\/vc_icon][vc_icon position=&#8221;left&#8221; icon_image=&#8221;35485&#8243; uncode_shortcode_id=&#8221;111039&#8243;]<\/p>\n<p id=\"B\u00e9n\u00e9fices-pour-les-agriculteurs-et-agricultrices\" data-renderer-start-pos=\"3613\"><strong data-prosemirror-content-type=\"mark\" data-prosemirror-mark-name=\"strong\">Nutzen f\u00fcr Praxis und Landwirtschaft<\/strong><\/p>\n<div data-panel-type=\"info\" data-local-id=\"c0eb8cddd188\" data-prosemirror-content-type=\"node\" data-prosemirror-node-name=\"panel\" data-prosemirror-node-block=\"true\" data-pm-slice=\"2 2 []\">\n<div data-panel-content=\"true\">\n<ul class=\"ak-ul\" data-local-id=\"fed28a58-c28c-4b7f-81db-47f596600aca\" data-prosemirror-content-type=\"node\" data-prosemirror-node-name=\"bulletList\" data-prosemirror-node-block=\"true\">\n<li data-local-id=\"151d4371-4238-468a-bf6a-c3c30fdc4653\" data-prosemirror-content-type=\"node\" data-prosemirror-node-name=\"listItem\" data-prosemirror-node-block=\"true\">\n<p data-local-id=\"42d551266adb\" data-prosemirror-content-type=\"node\" data-prosemirror-node-name=\"paragraph\" data-prosemirror-node-block=\"true\">Tierwohl im Zentrum durch stressarme Tierf\u00fchrung, verhaltensbiologisch fundiertes Prozessdesign und ruhige, gleichm\u00e4ssige Abl\u00e4ufe<\/p>\n<\/li>\n<li data-local-id=\"29e2a8e6-26da-4561-b1ed-84c637ebe7dd\" data-prosemirror-content-type=\"node\" data-prosemirror-node-name=\"listItem\" data-prosemirror-node-block=\"true\">\n<p data-local-id=\"3bd45a131959\" data-prosemirror-content-type=\"node\" data-prosemirror-node-name=\"paragraph\" data-prosemirror-node-block=\"true\">Ergonomische Entlastung der Mitarbeitenden durch gezielten Einsatz von Automatisierung bei k\u00f6rperlich belastenden T\u00e4tigkeiten<\/p>\n<\/li>\n<li data-local-id=\"0ef74708-58d5-4ea8-84c9-fe398f6ed295\" data-prosemirror-content-type=\"node\" data-prosemirror-node-name=\"listItem\" data-prosemirror-node-block=\"true\">\n<p data-local-id=\"be83a8a04142\" data-prosemirror-content-type=\"node\" data-prosemirror-node-name=\"paragraph\" data-prosemirror-node-block=\"true\">Stabile und reproduzierbare Prozesse mit hoher Prozesssicherheit und gleichbleibender Qualit\u00e4t<\/p>\n<\/li>\n<li data-local-id=\"0ef74708-58d5-4ea8-84c9-fe398f6ed295\" data-prosemirror-content-type=\"node\" data-prosemirror-node-name=\"listItem\" data-prosemirror-node-block=\"true\">\n<p data-local-id=\"be83a8a04142\" data-prosemirror-content-type=\"node\" data-prosemirror-node-name=\"paragraph\" data-prosemirror-node-block=\"true\">Digitale R\u00fcckverfolgbarkeit durch RFID als Grundlage f\u00fcr Transparenz und Vertrauen entlang der Wertsch\u00f6pfungskette<\/p>\n<\/li>\n<li data-local-id=\"335a328a-80a1-4f68-bc76-a3c8231a527a\" data-prosemirror-content-type=\"node\" data-prosemirror-node-name=\"listItem\" data-prosemirror-node-block=\"true\">\n<p data-local-id=\"fb5f9d7a41e3\" data-prosemirror-content-type=\"node\" data-prosemirror-node-name=\"paragraph\" data-prosemirror-node-block=\"true\">Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen trotz Automatisierung, aktuell rund 650 Besch\u00e4ftigte, langfristig Ausbau auf etwa 1 000 Personen<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p data-local-id=\"eb4b5312cc2b\" data-prosemirror-content-type=\"node\" data-prosemirror-node-name=\"paragraph\" data-prosemirror-node-block=\"true\">\u2192 Das Beispiel zeigt, wie Digitalisierung Tierwohl, Effizienz und attraktive Arbeitsbedingungen verbinden kann.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>[\/vc_icon][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8221;2\/3&#8243;][vc_button border_width=&#8221;0&#8243; link=&#8221;url:https%3A%2F%2Fwww.bellfoodgroup.com%2Fde%2Finvestoren%2Fgeschaeftsbericht|target:_blank&#8221; uncode_shortcode_id=&#8221;130061&#8243;]Zum Gesch\u00e4ftsbericht der BELL FOOD GROUP[\/vc_button][\/vc_column][vc_column width=&#8221;1\/3&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8221;1\/1&#8243;][vc_column_text uncode_shortcode_id=&#8221;141005&#8243;]<\/p>\n<blockquote><p>M\u00f6chten auch Sie einen Blogbeitrag zu einem Thema im Bereich der Digitalisierung im Schweizer Agrar- und Ern\u00e4hrungssektor teilen? Dann freuen wir uns \u00fcber Ihre Nachricht an\u00a0<a class=\"cursor-init\" href=\"mailto:info@digiagrifood.ch\">info@digiagrifood.ch<\/a>.<\/p><\/blockquote>\n<p>[\/vc_column_text][vc_button border_width=&#8221;0&#8243; link=&#8221;url:mailto%3Ainfo%40digiagrifood.ch&#8221; uncode_shortcode_id=&#8221;173159&#8243;]Senden Sie uns eine Mail[\/vc_button][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column width=&#8221;2\/3&#8243;][vc_column_text uncode_shortcode_id=&#8221;140332&#8243; el_class=&#8221;like_comment_count&#8221;][\/vc_column_text][vc_custom_heading text_size=&#8221;h1&#8243; uncode_shortcode_id=&#8221;205631&#8243;]Mit dem Neubau des Rinderschlachthofs in Oensingen investiert die Bell Schweiz in eine hochintegrierte Produktionsinfrastruktur. 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